27. Mai 2012

Review - Just The Sexiest Man Alive - Julie James

Quelle: Goodreads
(Auch wenn es vielleicht keiner liest, für Rezensionen, die ich schon geschrieben habe, braucht ihr rechts in der Umfrage nicht mehr abzustimmen. *g*)


[Deutscher Titel: - ]


Kritik:

Direkt vor "Just The Sexiest Man Alive" habe ich "Practice Makes Perfect" gelesen und ich muss sagen, dass mir "Just The Sexiest Man Alive" nicht ganz so gut gefallen wie Julie James' zweiter Roman. Allerdings kommt durch die Hollywood-Setting eine interessante Komponente in die Geschichte hinein, die zwar nicht ganz ausgekostet wird, aber das gewisse Etwas in die Geschichte zaubert. Mir jedoch liegen diese ganzen Promi-Rampenlicht-Paparazzi-Storylines aber nicht so wirklich, sie können unterhaltsam sein sind es meiner Meinung nach aber meist nicht. In "Just The Sexiest Man Alive" hat mir dieses Element aber gut gefallen.

Leider war die erste Hälfte aber so langatmig, dass sie auch nicht mehr durch das nette Setting gerettet werden konnte. Danach wurde es aber Gott sei Dank spannender und auch romantischer, besonderes letzteres hat mich sehr gefreut, denn wie man ja weiß ich bin ein Romance-Junkie. Auf erotischer Basis war "Just The Sexiest Man Alive" wider Erwarten (ich meine wer denkt bei einem Superstar nicht an heiße Sexszenen?) leider noch weniger "steamy" als "Practice Makes Perfect". Selbst auf einen richtigen Kuss muss man sehr, sehr lange warten, wer also heißen Sex erwartet, sollte sich auf eine mehr oder weniger große Enttäuschung gefasst machen. Allerdings sollte man sich deshalb nicht gegen "Just The Sexiest Man Alive" entscheiden, denn  eine Liebesgeschichte braucht schließlich mehr als Erotik (für mich jedenfalls). ;-)

Für mich war die Geschichte nur aber trotzdem "nur" ein besserer "Cora-Heftroman", allerdings genauso unrealistisch und übertrieben (ich will hierbei nicht die normalen Cora-Heftchen schlecht machen, die sind auch teilweise sehr unterhaltsam). Die Charaktere waren mir beide zu perfekt und auch die ganze Geschichte und das Ende alles  war perfekt, viel zu perfekt. Jason und Taylor waren mich dennoch trotz ihrer Perfektheit sehr sympathisch, zusammen waren sie wirklich sehr unterhaltsam und haben mich durch die eher dröge Handlung gezogen.
Im Prinzip handelt sich also um die typische Märchengeschichte der Neuzeit, sehr kitschig, in diesem Roman bekommt Taylor das was für viele Mädchen ein Traum ist: Die Liebe eines Superstars/Top-Schauspielers. Was mich außerdem gestört hat war, dass die Geschichte viel zu vorhersehbar war, während es bei "Practice Makes Perfect" noch klitzekleine Überraschungen gab, fehlten diese hier fast vollständig. Ansonsten war der Storyverlauf ähnlich wie bei "Practice Makes Perfect", es gibt viele Missverständnisse und den obligatorischen zweite Verehrer, der natürlich ohne Chance ist, in diesem Fall auch wirklich berechtigterweise. ;-) Nichtsdestotrotz hat mich besonders die zweite Hälfte des Romans gut unterhalten. Mit etwas mehr Tiefgang hätte aus "Just The Sexiest Man Alive" ein fast perfekter Liebesroman werden können, leider hat Julie James dieses Ziel etwas verfehlt.

Fazit:

Wer "Practice Makes Perfect" mochte, wird sicherlich auch "Just The Sexiest Man Alive" mögen. Man darf einfach keinen super originellen heißen Liebesroman erwarten, dann kann man mit "Just The Sexiest Man Alive" sicher seine Freude haben, denn schlecht ist die Geschichte nicht.

Bewertung: 7 von 10 Bücherwürmer


24. Mai 2012

Review - How To Ravish A Rake - Vicky Dreiling

Quelle: Goodreads
Hinweis:

Meiner Meinung nach fehlt im Klappentext noch die Anmerkung, dass Will Spielschulden hat und deshalb auf der Suche nach einer reichen Erbin ist. Das ist jedenfalls der Plan, aber wie das so ist, läuft nicht alles nach Plan und so ist es auch hier. ;-)

Kritik:

Für mich ist "How To Ravish A Rake" der beste Teil der Trilogie. Leider kommen die Protagonisten aus Teil 1 nicht vor, zumindest sind sie mir nicht aufgefallen. Insgesamt kann dieser Teil also auch ohne die ersten beiden Bände zu kennen gelesen werden, besonders den eher schlechten ersten Teil kann man getrost weglassen. ;-)

Schön fand ich, dass jeder der beiden Protagonisten seine Schwächen hat. Amy was ihre alten Freundinnen angeht und Will durch seinen Egoismus. Trotzdem ist Will nicht der Bad Boy wie ich zuerst erwartet hätte und hat trotz seinem Egoismus am Anfang der Geschichte auch seine lieben Seiten, er ist also mehr soft als bad. Ich fand ihn insgesamt sehr gut charakterisiert und sympathisch, ich hätte mir nur etwas mehr Erklärungen und eine bessere Aussprache mit seiner Familie gewünscht.
Die schüchterne Amy konnte ich auch sehr gut verstehen, denn ihre Probleme andere Leute anzusprechen waren sehr gut nachvollziehbar und ich fand es sehr schön, dass sie sich immer mehr geöffnet hat. Leider ging mir diese Verwandlung etwas zu schnell und es fehlte mir es an Interaktionen mit dem ton, in der sie zeigen konnte, dass viel mehr hinter ihrer ruhigen Fassade steckt und sie sich in ihrem Charakter geirrt haben. Außerdem fand ich es unrealistisch, dass Amy nach ihrer Verwandlung durch ihr Talent plötzlich sooo beliebt ist, das fand ich doch etwas übertrieben dargestellt.

Gefallen hat mir besonders die Liebesgeschichte, sie ist auch etwas anders als man sie normalerweise in Historicals findet. Nicht komplett originell, aber so ein paar Facetten sind anders als man es sonst so häufig kennt.

Gestört hat mich dann aber, dass die Geheimnisse der beiden für mich persönlich sehr ungleichverteilt waren, Amys Geheimnis fand ich weit weniger schlimm als Wills. Ihr Geheimnis ist vielleicht gesellschaftlich ein Problem, beruht aber nur auf fehlendem Vertrauen nach der Heirat, während sein Geheimnis schon vor der Heirat bestand hatte und damit für mich die Beziehung wesentlich mehr beeinflusst hat. Es ist ohne etwas zu verraten schwer zu erklären, aber für mich waren beide Geheimnisse nicht gleichwertig.
Die größte Schwäche ist das Ende, es war komplett unromantisch, undramatisch und viel zu kurz. Von einem Historical erwarte ich ein berührendes, emotionales oder richtig romantisches Ende, wenn nicht der gesamte Roman schon sehr berührend ist, dies hat Vicky Dreiling leider nicht geschafft, im Gegensatz zu Judith McNaught, deren Arschloch-Helden zwar nicht jeder Leserin gefallen, aber die immer sehr emotionale Schlussszenen schreibt.

Beau, der Verlobte von Georgette, war mir komplett unsympathisch, sie hätte einen viel besseren Mann verdient, auch wenn klar gemacht wurde, dass sie sich lieben, fand ich ihn einfach nur unsympathisch. Ich hätte Georgette lieber in einem eigenen Roman zusammen mit Bell gesehen, aber man kann ja leider nicht alles haben.


Fazit:

Ein schöner Historical, der mich von Anfang an gefesselt hat. Man darf nicht viel Dramatik und Spannung erwarten, der Roman fesselt aber durch die Entwicklung von Amys und Wills Beziehung. Leider war das Ende sehr sehr enttäuschend!

 

Bewertung: 9 von 10 Bücherwürmer


Reihe: (3 Bände, abgeschlossen ?)
  1. How to Marry a Duke
  2. How to Seduce a Scoundrel
  3. How to Ravish a Rake

21. Mai 2012

Review - Goddess Of The Hunt - Tessa Dare

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: Kuss der Jägerin]

Kritik:

Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an "Goddess Of The Hunt" herangegangen und wurde leider enttäuscht, was nicht bedeutet, dass der Roman allgemein schlecht ist, sondern einfach nur bei Weitem nicht so gut wie erhofft. Mir fehlte es einfach an Dramatik, Herzschmerz, Romantik, also insgesamt an dem gewissen Etwas.

Probleme hatte ich auch mit Lucinda, auch Lucy genannt, sie war mir mit ihren jungen 19 Jahren einfach etwas zu naiv.  Außerdem ging sie mir mit ihrem pubertären Verhalten am Anfang ziemlich auf die Nerven, auch wenn sie insgesamt nicht unsympathisch ist, benimmt sich halt viel zu kindisch für meinen Geschmack. Ich verstehe einfach nicht was Jeremy an Lucy findet, außer brüderlicher Liebe und einer gewissen sexuellen Anziehung. Für mich hat sie sich immer wie ein pubertäres Mädchen benommen und daher konnte ich die Liebesgeschichte nicht wirklich nachvollziehen, für mich fehlte einfach die nötige Glaubwürdigkeit. Für mich haben die beiden eher wie Bruder und Schwester gewirkt, auf gefühlsmäßiger Ebene, nur mir mehr erotischem Knistern. Das war nichts für mich, ich brauche irgendwie eine realistischere Liebesgeschichte, so waren mir die beiden und ihre Geschichte leider etwas egal. Abgesehen davon war die Liebesgeschichte extrem umständlich und anstrengend erzählt. Wieso muss man es bitte so kompliziert machen? Diese ganzen Missverständnisse waren fast komplett unnötig und das Verhalten von Lucy und Jeremy war mir auch nur teilweise verständlich. In diesem Fall wäre etwas weniger viel mehr gewesen!
Jeremy ist zwar irgendwie ziemlich cool, so wie ihn die Anderen die ganze Zeit über beschrieben haben, hätte ihn mir aber etwas unterkühlter vorgestellt. Er war es jedoch, der mich durch die Geschichte gezogen hat, ansonsten hätte ich "Goddess Of The Hunt" wahrscheinlich abgebrochen, aber Jeremy hat "Goddess Of The Hunt" dann doch erträglich gemacht.

An sich bietet die Geschichte aber sehr gute Ansätze und die Geschichte auch nicht per se schlecht, aber im Vergleich zu anderen Historicals mit ähnlicher Thematik kein wirkliches Meisterwerk, man kann "Goddess Of The Hunt" lesen, meiner Meinung nach muss man den Roman aber nicht lesen, man verpasst nichts. Die Handlung konnte mich leider nicht fesseln, besonders die zweite Hälfte war sehr langatmig. Die erste Hälfte hingegen fand ich noch ganz interessant, witzig und amüsant, aber die Zweite? Das war Langeweile pur und in Perfektion, liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich mit Lucy und Jeremy wenig anfangen konnte und die Geschichte mich dadurch wenig berühren konnte. Also gefühlsmäßig war bei mir vollkommene Dürre angesagt und Gefühle machen Historicals für mich erst lesenswert, weshalb mich "Goddess Of The Hunt" auch nicht überzeugen konnte, für andere Leser könnte die Geschichte aber vielleicht was sein.

Fazit:

Keine Geschichte für mich, da ich zur Liebesgeschichte und dem Protagonisten-Pärchen keinen Zugang finden konnte, aber an sich ist der Roman gar nicht so schlecht, Lesen muss man ihn meiner Meinung nach aber dennoch nicht unbedingt. Nichtsdestotrotz wird wohl irgendwann ein weiterer Roman von Tessa Dare von mir ausgetestet, allerdings keiner aus der "The Wanton Dairymaid Trilogy".

Bewertung: 4 von 10 Bücherwürmer



The Wanton Dairymaid - Trilogie: (abgeschlossen, 3 Bände)
  1. Goddess Of The Hunt
  2. Surrender Of A Siren
  3. A Lady Of Persuasion

18. Mai 2012

Review - Beguiling the Beauty - Sherry Thomas

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: -]
 

Hinweis:

Meiner Meinung nach verrät der Klappentext viel zu viel, über die Hälfte der Handlung wird dort verraten und den Rest kann sich jeder denken.

Es gibt übrigens einen kleiner Spoiler bezüglich "Ravishing A Heiress", ich erwähne was über die Protagonisten und deren Problematik in diesem Band bekannt wird und dadurch als Überleitung zum nächsten Roman dient. Ich habe den Abschnitt entsprechend markiert.

Kritik:

Da ich über eine Aktion an einen 10€-Amazon-Gutschein gekommen bin wanderte "Beguiling the Beauty" von Sherry Thomas in meinen Einkaufswagen, ansonsten hätte ich mir den neusten Roman der Autorin wahrscheinlich noch nicht gekauft (ich wollte erst "Delicious" lesen, dieser Roman reizt mich allerdings wenig), was wirklich sehr schade gewesen wäre, denn bei "Beguiling the Beauty" handelt es sich um einen sehr schönen Historical.

Ich muss sagen, dass ich am Anfang ziemlich skeptisch war und hätte gar nicht erwartet, dass mich die Geschichteso faszinieren kann, da der Klappentext nicht 100% nach meinem Geschmack klang. Mir war recht schnell klar, dass ich "Beguiling the Beauty" entweder lieben oder hassen würde, denn es gab einige Elemente, die ich in einem Historical nicht unbedingt liebe. So bin ich kein Freund von Witwen in Historicals, denn wenn sie noch Jungfrau sind finde ich es einfach nur unrealistisch und wenn sie es nicht sind, finde ich es irgendwie weniger romantisch. Ich weiß das ist eigentlich blöd, aber in Historicals stört es mich einfach manchmal, hier war dies aber nicht der Fall, mich hat es gar nicht gestört, dass Venetia eine Witwe ist. Ebenso gab es einige andere Dinge, die mir in einem anderen Historical vielleicht nicht gefallen hätten, z.B. wie schnell Christian mit einer ihm unbekannten Frau im Bett landet oder dass er eine Frau heiraten möchte deren Gesicht er nicht kennt, aber hier hat es sehr gut funktioniert. Ich weiß nicht, aber besonders letzteres finde ich etwas unnormal und auch unsinnig, es geht zwar hauptsächlich um den Charakter, aber ich würde skeptisch werden, wenn mir jemand nicht sein Gesicht zeigen will und wie er später selber erfahren muss, hätte ein wenig Skepsis sicher nicht geschadet. ;-)

Der Anfang von "Beguiling the Beauty" hat mir unheimlich gut gefallen, auch wenn mich die ganzen paläontologischen Begriffe etwas verwirrt zurückgelassen haben und ich manchmal nicht wusste, worüber gerade gesprochen wird. Besonders das Ende war dann aber sehr lahm, langweilig, unspektakulär und meiner Meinung nach zu kurz, da hätte ich wirklich mehr erwartet. Allgemein konnte mich die Geschichte nach der Heirat nicht mehr wirklich fesseln, dies war aber nur ein sehr kurzer Teil der Geschichte, wer also nach dem er den Klappentext gelesen hat erwartet hunderte Seiten lang mit Missverständnissen gequält zu werden irrt, dies ist nur ein kleiner Teil der Geschichte und hat überhaupt gar nicht gestört, da dies sehr gut zur Geschichte gepasst hat.

[In diesem Abschnitt folgt der vielleicht-Spoiler bzgl. "Ravishing A Heiress"]

Fesselnd war die Handlung aber besonders durch ihre Nebengeschichten, die ich fast interessanter fand als die Hauptgeschichte. Venetia und Christian sind im Prinzip nicht die alleinigen Hauptpersonen, auch Szenen mit den anderen gibt es relativ häufig und sie nehmen teilweise sehr viel Platz in der Geschichte ein. Es wird dadurch eigentlich ziemlich klar, um wenn es in den nächsten beiden Teilen gehen wird und hat mir echt Lust auf die nächsten Teile gemacht, die ich natürlich sofort vorbestellen musste! Besonders auf den nächsten Band in der Reihe "Ravishing The Heiress" freue ich mich. Fitz, Millies Ehemann, musste seine große Liebe Isabelle verlassen und eine andere heiraten, da er ein verarmtes Earldom geerbt hat und deshalb eine reiche Erbin brauchte, für Millie aber war es Liebe auf den ersten Blick. Zudem wollen beide acht Jahre mit der Vollziehung ihrer Ehe warten, um sich besser kennenzulernen und anderen Problemen aus dem Weg zu gehen, aber die 8 Jahre sind nun fast vorbei. Fitz lebt in dieser Zeit natürlich nicht abstinent, auch wenn dies von Millie geduldet und auch gefördert wird, da sie die gute Freundin gibt und ihre Liebe vor ihm verbirgt. Nun kehrt aber Isabelle aus Indien zurück, da inzwischen ihr Ehemann verstorben ist. Ui, das klingt gut, aber auch nach einer großen Herausforderung für Sherry Thomas, da ich z.B. eigentlich nicht mag, wenn der Ehemann in der Ehe untreu ist, auch wenn es in diesem Fall mit Zustimmung von Millie geschieht. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass "Ravishing the Heiress" ein sehr guter Roman wird. Nun aber wieder zu "Beguiling the Beauty".

Was ich sehr schön fand war, dass die Handlung für einen Historical nicht so 0815 ist, sondern außergewöhnlicher als üblich und zudem sehr gut umgesetzt. Überrascht haben mich außerdem die sehr intelligenten und außergewöhnlichen Dialoge, was mir sehr gut gefallen hat, da man dies nicht häufig in Historicals findet. Irritierend und irgendwie witzig waren dagegen die deutschen Sätze, ich weiß nicht, irgendwie brauche ich dies in englischen Romanen (und auch Filmen nicht). :-D

Venetia war mir sehr sympathisch und auch recht außergewöhnlich für eine Historical-Protagonistin, besonders durch ihre Interessen hebt sie sich etwas ab und ist überhaupt nicht zu vergleichen mit den Wallflower- oder jungfräulichen Heldinnen. Von Anfang an ist sie selbstbewusst und weiß was sie will. Mir hat nur gar nicht gefallen, dass sie die Wunderschönste der Allerschönen ist, so wird sie jedenfalls dargstellt. Ich untertreibe nicht, sie ist so unglaublich hübsch, dass manche Männer sich augenblicklich in sie verlieben, ihr sogar versuchen ihr bei ihrer Hochzeit eine Heiratsantrag zu machen und das die Leute, wenn sie sie zum ersten mal sehen tatsächlich sprachlos sind. Ihre Schönheit würde selbst eine Göttin hässlich erscheinen lassen und das fand ich ehrlich gesagt ziemlich unrealistisch und übertrieben, niemand kann in den Augen aller derart wunderschön sein. oO
Christian dagegen ist etwas blass, was ich sehr schade fand, denn man hätte mehr aus ihm herausholen können, er geht neben Venetia etwas unter.

Interessant war auch zu erfahren, dass die Geschichte nach "Private Arrangements" und vor "Not Quite a Husband" spielt. Denn Leo Mardsen wird erwähnt, er gerade auf dem Weg nach Indien und die Protagonisten aus "Private Arrangements" sind glücklich verheiratet, wie man auf einem von ihnen gegebenen Ball erfährt. Auch wenn ihre vorherigen Romane nie Teile einer Reihe waren, so haben sie doch über "Beguiling the Beauty" einen Zusammenhang bekommen, zumindest sehr lose.

Fazit:

Sehr schöner Historical, der allerdings nicht ganz ohne Schwächen ist und der besonders durch seine Nebenhandlungen an Tiefe gewinnt.

Bewertung: 9 von 10 Bücherwürmer


Fitzhugh - Trilogie: (3 Bände, wird fortgesetzt)
  1. Beguiling the Beauty
  2. Ravishing the Heiress (3. Juli 2012)
  3. Tempting the Bride (2. Oktober 2012)

13. Mai 2012

Review - The Earl and the Fairy (Band 1) - Ayuko/Mizue Tani

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: Earl and Fairy]
[abgeschlossen in 4 Bänden]

(Aus Zeitgründen entfallen bei dieser Rezension wieder Buchinformationen und Klappentext, diese werde ich vielleicht irgendwann nachreichen (habe ich jedenfalls vor!). )

Kritik:

Als ich vor ein paar Jahren die gesubbte Version des 12 Folgen langen Animes "Hakushaku to Yousei" gesehen habe war ich von Anfang an von der Geschichte fasziniert. Irgendwie hat mich die Mischung aus romantischer, historischer und fanastischer Abenteuergeschichte gleich in den Bann gezogen, die Ideen waren zwar nicht sonderlich außergewöhnlich, aber insgesamt hat "Hakushaku" einfach genau in mein Beuteschema gepasst. Soweit ich mich erinnere endete das Anime allerdings etwas offen (sicher bin ich mir nach all den Jahren aber nicht mehr), weshalb ich mich auf der Suche nach dem Rest der Handlung machte, neugierig wie ich bin. ;-)

Die Light Novels von Mizue Tani, von denen es schon über 20 Bände gibt und die als Vorlage für das Anime gedient hat, gab es leider nur auf Japanisch, was mir Mangels Sprachkenntnissen nicht wirklich weitergeholfen hat.
Also blieb mir nur noch der Manga, der damals gerade im Magazin "Margaret" gestartet ist, wodurch eine Übersetzung ins Englische oder Deutsche leider (noch) nicht verfügbar war, weshalb ich schon seit einiger Zeit immer auf eine Veröffentlichung in einer der beiden Sprachen gehofft hatte. Und dieses Jahr ist es endlich soweit "Hakushaku To Yousei Aitsu Wa Yuga Na" was ungefähr so viel bedeutet wie "The Earl and the Fairy: He Is An Elegant Scoundrel" (was es auch sehr gut trifft!) erscheint endlich beim amerikanischen VIZ Verlag. Wie viele Bände es inzwischen in Japan gibt konnte ich nicht herauszufinden, denn einmal war davon die Rede, dass die Geschichte des Mangas (alle Light Novels wird wohl kein Manga abdecken können, oder?) in 4 Bänden abgeschlossen ist und auf anderen Seiten stand, dass die Geschichte noch weiterläuft, also mindestens 5 Bände umfasst. Da allerdings schon seit Mitte 2010 kein neuer Band mehr in Japan erschienen ist, gehe ich stark davon aus, dass es nur 4 Bände gibt, außerdem schien es mir so als ob die Serie auch nicht mehr im Magazin erscheint, zumindest fand sich auf der japanischen Seite des Verlages nichts, was aussah wie "Hakushaku" (verstehen konnte ich leider nichts, war nämlich alles auf Japanisch XD).

So aber nun zum interessanten Teil der Rezension, dem ersten Band von "The Earl and the Fairy". Dabei geht es um Lydia Carlton, die ein "Fairy Doctor" ist, das heißt sie kann im Gegensatz zu normalen Menschen Feenwesen sehen. Leider glauben die Menschen nicht mehr an Feen, wodurch sie an sehr vielen Stellen aneckt, da ihr die Menschen einfach keinen Glauben schenken und sie für verrückt halten. Ihr ganzes Leben lang wurde auf sie herabgeblickt und ihre für Außenstehende etwas sonderbar wirkende Art kritisiert. Ihr ständiger Begleiter ist die niedliche und coole Fairy Nico, Nico sieht aus wie eine Katze ist aber in Wirklichkeit eine eigensinnige sprechende Fairy, die eine Vorliebe für alkoholische Getränke hat (und für seinen Dresscode) und die nur Lydia verstehen kann bzw. andere Menschen mit ihren Fähigkeiten. Ihr Leben nimmt eine schlagartige Wendung als sie entführt wird, den zum ersten Mal verlangt jemand ihre Hilfe als "Fairy Doctor", denn sie soll das sagenumwobene Schwert des legendären Blue Knight Earl, dem menschlichen Herrscher des Feenreiches, samt zugehörigem Edelstein, finden. Mehr möchte ich eigentlich über die Geschichte nicht verraten. :D 

Ich muss sagen, dass mir Lydia, Nico und der undurchdringbaren Edgar Ashenbert, Earl Ibrazel (ja, die Namen sind teilweise etwas  gewöhnungsbedürftig XD) sehr sympathisch waren. Lydia ist zwar viel zu vertrauensselig und handelt mehr als nur einmal sehr unverantwortlich, ist aber dennoch nicht nervig, trotz ihrer irgendwie perfekten Art. Ich konnte sie sogar teilweise verstehen, wobei sie tatsächlich meist Glück im Unglück hat. ^^

Die Geschichte spielt im England des 19. Jahrhunderts und ist für mich irgendwie ein fanatastischer Historical Romance Roman (allerdings nicht so kitschig, die Geschichte ist romantisch, aber Körperlichkeiten etc. gibt es keine und ebenso fehlen Stellen an denen man genervt die Augen verdreht, weil die Handlung vor Zucker fast klebt) verknüpft mit einem Abenteuerroman. Es gibt auch einige ernste Momente, denn die meisten Charaktere haben keine allzu schöne Vergangenheit. Für einen Manga wirklich eine schöne Mischung und auch der Zeichenstil konnte mich überzeugen. Nicht richtig außergewöhnlich, aber passend. :-) 

Wer interessiert ist könnte sich ja die ersten Folgen des Animes anschauen, auch wenn ich die Manga Umsetzung etwas besser finde, wegen des Zeichenstils, den ich im Manga einfach etwas mehr mag.

Fazit:

Ich liebe die Geschichte einfach, sie genau mein Ding. Ich kann sie deshalb nur weiterempfehlen. :-)

Bewertung: 5 von 5 Sterne


Anmerkung:

Laut Pummeldex erscheint die Reihe unter dem Titel "Earl and Fairy" noch Ende diesen Jahres bei Tokyopop in Deutschland, außerdem ist die reihe tatsächlich mit 4 Bänden abgeschlossen. Sehr schön.

10. Mai 2012

Review - Spellcaster - Cara Lynn Shultz

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: -]

(Wie schon bei meiner letzten Rezension entfallen Buchinformationen & Klappentext, diese werde ich vielleicht irgendwann nachreichen, wenn ich wieder mehr Zeit habe. Ebenso fehlt die Verlinkung zu "Meine Reihen" und in den Rezensionsindex... )
 
Kritik: 

Für mich ist "Spellcaster" eine komplett unnötige Fortsetzung, "Spellbound" war gut so wie es war und zwar als Einzelband, eine Fortsetzung war meines Erachtens überhaupt nicht notwendig. In diesem Fall kommt noch hinzu, dass "Spellcaster" viel, viel schlechter ist als sein Vorgänger und damit für mich persönlich der gesamten Reihe nur schadet. "Spellbound" mag vielleicht kein Meisterwerk gewesen sein oder ist ansonsten durch Originalität oder super innovative Ideen herausgestochen, aber die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und ich mochte die Charaktere, dies alles fehlte mir bei "Spellcaster", auch wenn ich dem Roman am Ende doch recht zügig durchgelesen habe.

Ich habe "Spellcaster" vor ein paar Monaten als eArc über NetGalley gelesen, das erste und einzige Mal, dass ich dort einen Titel angefragt habe, weil ich einfach nicht mehr auf die Fortsetzung von "Spellbound" warten wollte, ich war zwar von Anfang an skeptisch, da "Spellbound" gar keine Fortsetzung nötig gehabt hätte, habe mich aber trotzdem auf einen weiteren Roman mit Brendan und Emma gefreut. Auch wenn ich am Ende enttäuscht wurde, habe ich mir inzwischen dennoch die Taschenbuch-Version von "Spellcaster" gekauft (allerdings nur, weil ich "Spellbound" so mochte und die Reihe vollständig besitzen wollte), die optisch wirklich sehr schön zum Vorgänger passt, wobei mir "Spellbound" dann aber doch noch etwas besser gefallen hat. Diese grünen Etwas hinter dem Covermodel sahen für mich übrigens immer aus wie Feenflügel, was eigentlich zu "Spellcaster" gar nicht gepasst hätte, als ich dann das Taschenbuch in den Händen hielt fiel mir erst auf das dieses grüne Etwas ein Schal ist. Wie konnte ich das vorher immer für Flügel halten!? XD

So, nun aber zu den großen Kritikpunkten von "Spellcaster". Zum einen gefielen mir plötzlich die Protagonisten überhaupt nicht mehr, beide waren mir noch im Vorgänger sehr sympathisch, davon habe ich in diesem Teil leider überhaupt nichts mehr gespürt. Was hat Cara Lynn Shultz aus den beiden gemacht, ich weiß es wirklich nicht, für mich war es jedenfalls nicht positives.
Erst einmal zu Brendan. Er ist mir einfach viel zu aggressiv gewesen, dauernd redet er immer nur davon alle umzubringen, die Emma etwas antun wollen, dass hat mir überhaupt gar nicht gefallen, denn so kam er mir manchmal fast wie ein aggressiver Psychopath vor, nicht sehr toll also. Im ersten Teil war er zwar auch schon leicht aggressiv und unbeherrscht, aber eher in Situation in denen Emma wirklich in Gefahr war, aber hier schlägt er wegen Kleinigkeiten brutal zu. Also ich will keinen Freund,der eine Schlägerei anfängt, weil jemand mich Schlampe nennt (und es klar ist, dass dieser Gegenüber dies nur sagt, um ihn zu provozieren und es gar nicht gegen mich ginge!). Dadurch war mir Brendan irgendwie unsympathisch und auch mit Emma kam ich nicht so recht klar. 
Ich hab mich oft gefragt, wieso Emma es gar nichts auszumachen scheint, dass Brendan manchmal so gewalttätig reagiert, im ersten Band hatte sie noch große Probleme mit Gewalt und hier hat sie scheinbar kein Problem mehr damit, sondern reagiert manchmal ebenso wie Brendan, nicht so extrem natürlich, aber ich hatte schon das Gefühl, dass sie sich bei ihm etwas in diese Richtung abgeschaut hat. Und eines ist natürlich auch klar, egal was Brendan macht Emma macht es nichts aus, Brendan ist ja schließlich ihr Soulmate und kann sich deshalb alles erlauben, so kam es mir jedenfalls vor. Emma ist nicht sauer oder ähnliches, auch wenn Brendan früher mit allem rumgesexelt hat was willig und nicht bei drei auf den Bäumen war. Hallo!? In ihrem Alter hätte es mich aber so was von gestört wenn man Freund früher eine "männliche Schlampe" war, auch wenn er sie damals selbstverständlich noch nicht gekannt hat und heute reformiert ist, oder so ähnlich... 
Okay, das klingt wahrscheinlich schlimmer als es ist, aber im Vergleich zu "Spellbound" war ich einfach nur enttäuscht und frustriert.
Allein Angelique fand ich wirklich richtig toll, sie war super sympathisch und sehr witzig, sie hat die Geschichte echt aufgelockert. :)

Nun zu einem weiteren Schwachpunkt: der Handlung. Sie ist über große Strecken hinweg einfach nur langweilig und liest sich sehr zäh. Eigentlich gab es insgesamt nicht viel Handlung, also viel zu wenig für einen weiteren Band, dies merkt man besonders am Anfang, da die Geschichte zu Beginn so gar nicht vorankommt. Dies ist auch der Punkt weshalb ich diese Fortsetzung für unnötig halte, sie bringt die Charaktere, die gesamte Geschichte nicht voran und enthält viel zu wenig relevantes für einen eigenen Band, so sehe ich das zumindest.

Tja, das waren jetzt alles nur negative Punkte, da ich den Roman vor einiger Zeit gelesen habe und mir damals nichts (bis auf Angelique als Charakter) positives aufgeschrieben habe, bin ich unsicher, ob es überhaupt irgendetwas positives an "Spellcaster" gibt, außer den unterhaltsamen Vorgänger...

Fazit:

Ich war enttäuscht, der Roman hat für mich einfach nur von seinem Vorgänger gelebt, ansonsten sehe die Bewertung auch deutlich schlechter aus. Der Roman an sich ist in Ordnung, aber empfehlen würde ich ihn wirklich nur Fans von "Spellbound", wobei vielleicht nicht einmal denen, da sie vielleicht ebenso enttäuscht wären wie ich. 

 

Bewertung: 4 von 10 Bücherwürmer


Reihe: (ein dritter Band ist zur Zeit nicht geplant)
  1. Spellbound
  2. Spellcaster

7. Mai 2012

Review - A Rogue By Any Other Name - Sarah MacLean

Quelle: Goodreads
[Deutscher Titel: -]

(Aus Zeitgründen entfallen bei dieser Rezension Buchinformationen & Klappentext, diese werde ich vielleicht irgendwann nachreichen. Ebenso fehlt die Verlinkung zu "Meine Reihen" und im Rezensionsindex... Und eigentlich alles andere außer die Rezension an sich... *hust*)

Kritik:

Vorab möchte ich anmerken, dass in dieser Rezension und der Bewertung ein großer Sarah-MacLean-Autoren-Bonus eingefloßen ist und ich den gesamten Roman ansonsten sicherlich etwas schlechter bewertet hätte und zwar statt "gut bis sehr gut" nur als "guter Durchschnitt". Desweiteren hat die Geschichte abseits vom Autoren-Bonus noch einen weiteren Stein im Brett: Ich liebe einfach Liebesgeschichten, in denen sich die Protagonisten schon aus ihrer Kindheit kennen, mit derartigen Plots kann man mich eigentlich immer begeistern, wenn sie denn einigermaßen gut gemacht sind (wie u.A. bei "Wicked All Day") und das war hier der Fall, richtig schlecht ist "A Rogue By Any Other Name" nämlich nicht. Ich finde es einfach total romantisch und süß, wenn sich zwei Kindheitsfreunde verlieben oder unglücklich verliebt sind und sich dann doch noch bekommen und hier habe ich es Penelope und Bourne wirklich gegönnt, die beiden sind ein sehr süßes Pärchen. :D

Die Handlung ist nicht sehr innovativ, die Ideen sind altbekannt, aber zu einer an sich recht schönen Geschichte verflochten, die sich gut lesen lässt, mich aber nicht in Euphorie ausbrechen ließ. Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Handlung leider etwas langatmig fand, besonders der Mittelteil und das Ende hätten meiner Meinung etwas gekürzt sein können bzw. müssen, denn für mich passierte dort einfach zu wenig relevantes, was die Geschichte vorangebracht hätte, sodass "A Rogue By Any Other Name" doch etwas vor sich hingeplätscherte. Vielleicht kam mir dies aber auch nur so vor, da der Beginn der Geschichte wirklich richtig gut gelungen ist, er ist spannend, fesselnd, auch witzig und hat Lust auf mehr gemacht, dem Vergleich konnte der restliche Roman einfach nicht standhalten. ;-)
Zudem hätte ich mir manchmal wirklich gewünscht, dass Bourne und Penny mehr miteinander reden würden, anstatt aneinander vorbei oder halt gar nicht. Okay, bei ihm wäre es vielleicht vergebene Mühe gewesen, aber es hätte wenigstens etwas mehr Abwechslung in die Geschichte gebracht. Wer also keine unnötigen Missverständnisse mag, wird mit "A Rogue By Any Other Name" nicht in Freudenstürme ausbrechen.

Überrascht hat mich, dass die Geschichte weniger erotisch ist als ich von Sarah MacLean erwartet hatte, besonders "Nine Rules To Break" war ja teilweise ziemlich heiß, etwas ähnliches hatte ich zu Beginn auch von "A Rogue By Any Other Name" auch erwartet, war am Ende aber nicht wirklich enttäuscht als sich dies als Trugschluss herausgestellt hat. Mehr Sex, hätte die Geschichte sicherlich nicht besser gemacht, im Gegenteil, mir persönlich hätte sie dann deutlich schlechter gefallen.

Die Charaktere fand ich sehr sympathisch und gut gelungen, besonders Chase und Cross, zwei Partner von Bourne, fand ich sehr interessant, auch wenn man wenig über sie erfahren hat. Temple, der vierte Partner des Fallen Angels hat mich dagegen wenig interessiert, allerdings werden wohl alle vier einen eigenen Roman bekommen, davon gehe ich zumindest gegenwärtig aus, ich bin schon sehr gespannt was Sarah MacLean aus den restlichen Dreien macht. :-)
Auch wenn mir Penny an sich sehr sympathisch war, aber ich fand es schade, dass sie so perfekt war, sie denkt immer nur an andere und nicht an sich selbst. Sie mag vielleicht nicht die typische Schönheit sein, aber Bourne findet sie natürlich trotzdem wunderschön, wie sollte es auch anders sein. Interessanterweise hat es mich aber gar nicht so sehr genervt, dass Penny so perfekt war, sondern einfach nur die Tatsache, dass Bourne und Penny die ganze Zeit gedacht haben: "Ich bin nicht gut genug für ihn/sie!" Und das geht dauernd hin und her. "Ich bin zu schlecht für dich!" "Nein, das stimmt nicht, du bist zu gut für mich!" und so weiter und so fort, ehrlich gesagt haben mich die ganzen Wiederholungen mit der Zeit ziemlich gestört, dass hätte wirklich nicht sein müssen!
Außerdem hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Erklärungen für Bournes Verhalten in der Vergangenheit gewünscht, denn mehr als nur einmal habe ich mir gedacht "Wieso um Himmels Willen hast du es denn dann nicht gemacht!? Was war dein Problem!?". Irgendwie wurde das ganze immer nur so halb angesprochen und für mich nicht richtig geklärt.
Penelopes Mutter erinnerte mich irgendwie an Mrs. Bennet (aus "Stolz und Vorurteil"), weshalb ich sehr froh war, dass sie so wenig Auftritte hatte, denn ich fand sie ebenso wie Mrs. Bennet ziemlich nervig. :-D Diese Art von ihr hat mich am Anfang von "A Rogue By Any Other Name" insgesamt an "Stolz und Vorurteil" denken lassen, die Thematik, der Humor von Penny, alles erinnerte mich sofort an einen meiner Lieblingsromane, was ich allerdings sehr schön fand und nicht störend. Störend war hingegen Olivia, Pennys jüngste Schwester, sie war einfach nur egoistisch, nervig und dumm, ich hoffe inständig, dass sie in diesem "Zustand" kein eigenes Buch bekommt, ich glaube aber, dass sie am Ende bei einem der Fallen Angel Partner endet, leider.

Interessant fand ich die Tatsache, dass die Geschichte 8 Jahre nach "Eleven Scandals To Win A Duke's Heart" spielt, also dem letzten Teil der "Love By Numbers" - Reihe. Denn Penelope ist die ehemalige Verlobte vom Duke of Leighton aus eben jenem Band. Ich konnte mich tatsächlich gar nicht mehr an sie erinnern, erst viel später viel mir ein, dass es in diesem Band noch eine Verlobte gab. Simon und Juliana haben leider keinen Auftritt in "A Rogue By Any Other Name", ihre glückliche Ehe etc. , ebenso wie die aufgelöste Verlobung werden aber häufiger erwähnt.

Auch wenn ich von "A Rogue By Any Other Name" etwas enttäuscht war, hat mir der Epilog Lust auf die Fortsetzung "One Good Earl Deserves A Lover" gemacht, auf die ich schon sehr gespannt bin! Es wird übrigens um Cross und einen anderen Charakter aus "A Rogue By Any Other Name" gehen.

Fazit:

Auch wenn ich etwas enttäuscht war, ist "A Rogue By Any Other Name" immer noch ein solider, unterhalsamer und lesenswerter Historical, im Vergleich zu den ganzen Nieten im Historical-Bereich umso mehr! ;-) Allerdings darf man kein Meisterwerk erwarten oder gar eine originelle und außergewöhnliche Handlung, zu schnell sollte man sich aber auch nicht abschrecken lassen, es gibt sehr viele deutlich schlechtere Historicals auf dem Markt.


Bewertung: 8 von 10 Bücherwürmer



The Rules of Scoundrels - Reihe: (4 (?) Bände, wird fortgesetzt)
  1. A Rogue By Any Other Name
  2. One Good Earl Deserves A Lover (27. November 2012)